Ein Film über die Trost Mühle

 
 

Die Trost Mühle – Der Film

Eine Familiengeschichte aus dem Ermstal  
Ein Film von Markus Stecher

Seit mehr als 700 Jahren steht mitten in der Ortschaft Bempflingen eine Mühle. Ein wechselreiches Schicksal kennzeichnet dieses wassergetriebene Mahl- und Sägewerk im unteren Ermstal. Sowohl das Kloster Zwiefalten spielt dabei eine Rolle als auch zahlreiche Grafen, unter denen dieses Anwesen verteilt wurde. Seit rund 150 Jahren liegt das Geschick der Mühle in den Händen der Familie Trost.

Doch nun geht eine Ära zu Ende. Die „Gebrüder Trost“, Getreidemüller Günther und Sägemüller Reiner werden die Letzten ihrer Familie sein, die das Müllerhandwerk aktiv betreiben. Nicht nur weil Müller ein sehr aufwändiger Beruf ist, für den es in der Familie keinen Nachfolger gibt, sondern weil sich das Geschäft unter betriebswirtschaftlichen Aspekten nicht mehr lohnt. Ausstattung und Größe der Mühle entsprechen nicht den heutigen Erfordernissen.

Der Film von Markus Stecher beleuchtet Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft des Mühlenanwesens und seiner Menschen, zu denen auch Helene zählt, die 96jährige Tante der beiden Brüder, die noch immer in der Mühle lebt und die Familie bekocht. Wie wird es weitergehen? „Eine Mühle ist schließlich nicht nur eine Mühle und ein Sägewerk ist nicht nur ein Sägewerk.“ Schon andere Müller entlang des Erms-Flusstals, das schon seit der Jungsteinzeit durch die Kelten besiedelt ist, haben schließlich den erfolgreichen Sprung in eine andere Art von Betrieb geschafft. Auch die Trostfamilie sucht nach Perspektiven, um das Überleben des Anwesens zu sichern.

Markus Stecher wurde 1946 in Plochingen geboren. Als Fotograf und Absolvent der Grafischen Fachschule Stuttgart volontierte er 1967 bis 1969 für Kamera- und Filmtechnik beim SWR. Seit 2010 befindet er sich im (Un)Ruhestand. Markus Stecher setzt seine umfassenden Kenntnisse im filmischen Bereich heute als freier Filmemacher fort.